Wednesday, 27 March 2013

The Big Shift – Schäuble: Spareinlagen sind sicher, wenn es keine Staatspleite in Europa gibt



Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagt, die deutschen Spareinlagen sind sicher – sofern nicht ein europäisches Land zahlungsunfähig wird. Damit räumt Schäuble erstmals ein, dass der Euro-Crash von den deutschen Sparern bezahlt werden wird. Allerdings hält Schäuble die Vorstellung, ein Land könne pleitegehen, für „unrealistisch“.
In einem Interview mit der Welt hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ein bemerkenswertes Statement abgegeben. Die Zeitung fragt: „Fürs Protokoll: Sind die Spareinlagen in allen anderen Euro-Staaten sicher?“, antwortet Schäuble:
Die Spareinlagen sind in Deutschland und in allen europäischen Ländern sicher, weil die Vorstellung, dass irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird, unrealistisch ist. In Deutschland gibt es die Sicherungssysteme der Banken für den nirgendwo erkennbaren Fall, dass eine Bank ins Straucheln gerät, und in dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass diese Sicherungssysteme Probleme hätten, würde der Bundeshaushalt einspringen. Für Zypern gilt: Mit einem Hilfsprogramm, wie wir es vorgeschlagen haben, kann das Land vor der Insolvenz bewahrt werden. Dann greift auch die Einlagensicherung.
Damit räumt Schäuble erstmals ein, dass ein Zusammenhang zwischen den deutschen Spareinlagen und der Euro-Krise besteht.
Die Antwort ist deshalb so interessant, weil die Journalisten Schäuble gar nicht nach Deutschland gefragt haben. Schäuble hätte also ganz leicht antworten können: „Die Spareinlagen in Zypern, Italien etc. sind sicher…“
Stattdessen nimmt Schäuble Deutschland in die Antwort und sagt: Wenn „irgendein europäisches Land zahlungsunfähig wird“, dann sind die Spareinlagen „in Deutschland und in allen europäischen Ländern“ nicht mehr sicher. Schäuble hält diese Vorstellung für „unrealistisch“.
Das ist nicht sehr beruhigend, denn auch in der Zypern-Krise hat sich Schäuble offenbar in seiner Einschätzung geirrt.
Bei einer Pressekonferenz am 13. März 2013, also nur 3 Tage vor dem nächtlichen Zugriff auf die Bank-Konten in Zypern, berichtet Dow Jones von einer Aussage Schäubles auf einer Pressekonferenz:
Zypern ist nicht in akuten Liquiditätsproblemen“, sagte Schäuble bei einer Pressekonferenz. Er verwies darauf, dass der Bankensektor im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung des Inselstaates überdimensioniert sei. „Die Lösung muss in diesem zu hohe Exposure des Bankensektors gesucht werden“, verlangte er.
Im Heute-Journal des ZDF sagte Schäuble am 19. März 2013:
Schäuble…sagte, die beiden größten Banken Zyperns seien insolvent, haben „seit Herbst 2011 keinen Zugang zu den Märkten mehr“ und seien nur mit Not-Liquidität von der EZB am Leben erhalten worden.
Innerhalb nur einer Woche wandelte sich Schäubles Sicht der Dinge in Zypern ins glatte Gegenteil: Von „keine Liquiditäts-Probleme“ bis „seit Herbst 2011 insolvent“.
Man muss also sehr vorsichtig sein, wenn Wolfgang Schäuble bestimmte Dinge für „unrealistisch“ oder „unwahrscheinlich“ hält. Das kann in eine Woche schon ganz anders aussehen.
Auch die Begründung, die Schäuble nun für die Sicherheit der deutschen Spareinlagen liefert, ist nur bedingt geeignet, den Bürgern Vertrauen einzuflößen.
Die „Sicherungssystem der Banken“ existieren nur in dem Sinn, dass der deutsche Steuerzahler nach dem Gesetz des „too big to fail“ Banken rettet, wenn sie nicht mehr weiter zocken können. Der „nirgendwo erkennbare Fall, dass eine Bank ins Straucheln gerät“ erinnert sehr an den Fall der belgischen Dexia-Bank: Sie war mit großem Pomp im Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht als eine der Top-Ten sichersten Banken Europas bewertet worden, um wenige Monate später von den französischen und belgischen Steuerzahlern gerettet werden zu müssen.
Die Einlagensicherung bei den deutschen Banken existiert tatsächlich. Sie hat jedoch, wie aus ihrem Statut hervorgeht, keine Bedeutung. Denn: Ein Rechtsanspruch auf die Einlagen besteht nicht. Das Geld auf der Bank ist kein von den Eigentumsrechten der zivilen Gesellschaften geschütztes Gut. Es ist ein Versprechen, dass die Bank das Geld, das man ihr gegeben hat, auf Verlangen wieder an den Eigentümer zurückgeben werde.
Freilich können außergewöhnliche Umstände dazu führen, dass die Bank dieses Versprechen nicht einlösen kann.
Im Falle von Kapitalverkehrs-Kontrollen wie jetzt in Zypern heißt dies: Jede Maßnahme, die die Zentralbank oder eine andere Bank zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit für notwenig erachtet, kann ergriffen werden, um die Auszahlung der Bankguthaben zu blockieren (mehr Details – hier).
Aber Schäuble ist nicht naiv, er weiß, dass es möglich ist, „dass diese Sicherungssysteme Probleme“ haben könnten. Der Fall ist für ihn „äußerst unwahrscheinlich“. Aber wenn es kracht, „würde der Bundeshaushalt einspringen“: Hier erweckt Schäuble den Eindruck, als wäre „der Bundeshaushalt“ ein Fonds, der von den Ölscheichs aus Saudi-Arabien und der UNICEF gespeist wird – eingesetzt, um den Deutschen zu helfen.
„Der Bundeshaushalt“ ist nichts anderes als die Gelder der deutschen Steuerzahler. Schäuble verspricht also mit dem ihm eigenen messerscharfen Intellekt: Wenn die Sparguthaben der Deutschen in Gefahr geraten, werden wir sie mit den Steuergeldern der Deutschen retten.
Wolfgang Schäuble weiß genau, was er sagt und was er tut. Solche Interviews werden vorher schriftlich autorisiert. Da gibt es keinen Versprecher oder Irrtum.
Schäuble, dessen Master-Plan eine Euro-Zone nach dem Vorbild der deutschen Wiedervereinigung ist, bereitet die Deutschen auf den Ernstfall vor (über das damit zusammenhängende Ende der nationalstaatlichen Souveränität siehe das Video am Anfang des Artikels).
Schäuble verfährt dabei nach der Juncker-Methode: Der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker hatte bereits 1999 erklärt, wie die EU-Politik ihre Umwandlung Europas in einen „europäischen Bundesstaat“ (Der Spiegel) betreibt:
Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.
Juncker teilt mit Schäuble eine große Vision der EU. Der Spiegel schrieb 1999:
Der Bundesstaat Europa wird sogar eine Art Multikulti-Staatsvolk aufweisen. Hielten die Leute 2002 erst einmal die Banknoten und Münzen des Euro in den Händen, sagt Luxemburgs Juncker voraus, „dann bildet sich bald ein neues Wir-Gefühl: wir Europäer“.
Das „Wir-Gefühl“ in Europa stellt sich, zehn Jahre nach der Einführung des Euro, tatsächlich ein: „Wir stehen am Abgrund“, diese Erkenntnis beherrscht das Denken der Bürger im „Multikulti-Staatsvolk“ tatsächlich – von Tampere bis Messina, von Bukarest bis Dublin, von Aachen bis Maastricht.
Die Erkenntnis, dass alle europäischen Bank- und Sparguthaben vor der Gesetzes- und Rechtlosigkeit der EU gleich sind, wird dieses Wir-Gefühl mit Sicherheit weiter vertiefen.
Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten / Staseve vom 25.03.2013




Bücher zum Thema Euro-Krise:


























Das Silberkomplott


von Reinhard Deutsch

Warum der Silberpreis explodieren wird. Ein Geldgeheimnis, das Sie unbedingt kennen sollten In der Geschichte des Geldes reiht sich ein staatlicher Geldbetrug an den anderen. Reinhard Deutsch dokumentiert, wie Regierungen und die internationale Hochfinanz Gold und Silber als Geld abgeschafft und durch legalisiertes Falschgeld ersetzt haben. 

Durch die ständig steigenden Verbraucherpreise spürt der Bürger instinktiv, daß mit unserem Geldsystem etwas nicht stimmt. In Wahrheit steigen aber nicht die Preise, sondern das Geld wird immer wertloser, weil die Zentralbanken immer mehr davon erzeugen. Die »stabile« D-Mark hat in ihrem kurzen Leben von 55 Jahren 80 Prozent ihres Wertes verloren und beim Euro geht es noch viel schneller. Dieser hat in seinen sechs Jahren schon 50 Prozent eingebüßt. 

Die nächsten Jahre werden über Ihr Geld entscheiden. Wer rasch und intelligent handelt, hat die Möglichkeit, das Schlimmste für sein Vermögen und für seine Altersvorsorge zu verhindern. Jede Krise bietet immer auch eine Chance - es liegt an Ihnen, sie zu nutzen! 


Das Buch behandelt u.a. folgende Fragestellungen:


  • Warum der Dollar und auch der Euro legales Falschgeld sind
  • Warum das größte Falschgeldexperiment aller Zeiten jetzt scheitern wird
  • Warum Gold und Silber als Geld abgeschafft wurde, wer davon profitiert und welcher Plan dahintersteckt
  • Wie Sie mit Silber Ihre persönliche finanzielle Freiheit erreichen können
  • Warum drei der reichsten Männer der Welt, Bill Gates, George Sorros und Warren Buffett, riesige Summen im Silbermarkt investiert haben
  • Warum der Preis für eine Unze Silber auf über 800 Dollar steigen wird
  • Warum der Staatsbankrott und eine Währungsreform unausweichlich sind



Das Silberkomplott

Freiheit durch Gold: Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige (Literaturhinweis)


von Hans J. Bocker

Verehrte Leser, wir gratulieren Ihnen! Sie schenken der in diesem Buch dargestellten hochaktuellen Thematik einer kranken Geldwirtschaft mit all ihren heute bereits sichtbaren und den noch anstehenden verheerenden Auswirkungen Ihre Aufmerksamkeit. In dem schmerzhaften und unvermeidlichen Prozess einer Gesundung wird Gold, genau wie in allen Krisen der Vergangenheit, eine Schlüsselrolle spielen. 

Ihr Interesse ordnet Sie in die Gruppe der Mitmenschen ein, die vorausschauend begreift, dass Gold wieder zum Mittelpunkt der künftigen gesunden Geldwirtschaft in einer von Prinzipien der Ehrlichkeit getragenen Gesellschaft aufsteigen muss und wird. Das heutige Luft- und Falschgeld, welches im Wesentlichen der Machterhaltung einer winzigen Minderheit dient, wird unausweichlich untergehen. 

Dass damit nicht nur auch ein Gesundungsprozess der gesellschaftlichen Interaktionen und Systeme einhergehen wird, sondern dass Sie selbst in absehbarer Zukunft die Früchte ihrer Vorausschau ernten werden, versteht sich von selbst. Die schleichende und fortlaufende Enteignung durch Geldentwertung zugunsten der Schuldenmacher, trifft alle Mitmenschen. Es ist dies ein heimtückischer, perfider und hochgradig antisozialer Prozess, der niemanden verschont, der gesellschaftspolitisch höchst verwerflich ist und längerfristig immer ins Verderben führt. 

Die Geschichte ist reich an Beispielen. Heute wächst die Rolle des Staates, der einst ausschliesslich für die innere und äussere Sicherheit verantwortlich war, exponentiell. Die bürgerlichen Freiheiten welken dahin. Unter diversen fadenscheinigen Deckmäntelchen der Rechtfertigung wuchern faschistoide Machtapparate in bedrohlicher Weise. 

Was Wunder, dass die Hochfinanz und die Politiker Gold fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Die Rückkehr zu einem Goldstandard wäre gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Macht, dem Ende des Dollars, der systematischen Täuschungen, der Bilanzfälschungen und des getarnten Betrugs, denn Gold ist absolut ehrlich. Dieses Buch wird auch Sie nachhaltig zu freiem Denken motivieren. Nur Mut!


Freiheit durch Gold: Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige

Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet?


Der Weltklimarat ist sich sicher: Die Klimaerwärmung ist vom Menschen verschuldet. Doch sind die berüchtigten Treibhausgase tatsächlich vornehmlich für unser Klima verantwortlich? Und warum wird es nicht mehr wärmer? 

Vahrenholt und Lüning haben sich im Laufe ihrer Untersuchungen intensiv mit den verschiedenen Klimamodellen beschäftigt. Sie kommen zu der Auffassung, dass die Erderwärmung der letzten 150 Jahre Teil eines natürlichen Zyklus ist, der überwiegend von der Sonne geprägt wird. Die nächsten Jahrzehnte werden eher zu einer leichten Erdabkühlung als zu einer weiteren Erwärmung führen.

Das bietet Zeit, erneuerbare Energieträger zielgerichtet auszubauen und diese Umstellung in ökonomisch vernünftiger Weise und nachhaltig zu gestalten.


Vahrenholt und Lüning




Weitere Bücher zur Klimalüge









Banken-Krise erreicht London: 38 Milliarden Dollar fehlen


Die britischen Banken sind nicht ausreichend abgesichert gegen Kreditausfälle und mögliche Strafzahlungen. Sie sollen daher in großem Stil Assets verkaufen, sagt die Zentralbank. Und auch die Aktionäre sollen rasiert werden.


Die Bank of England (BoE) macht bei den britischen Banken eine Kapitallücke in Höhe von 38 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) aus. Die Banken benötigen das Geld, um sich gegen höhere Kreditausfälle und mögliche Strafzahlungen abzusichern. Zudem müssen die Banken ihre Risikomodelle verbessern. Dies hat eine Überprüfung der Banken durch die Britische Finanzaufsicht (FSA) ergeben, berichtet Bloomberg.
Die britische Zentralbank drängt die Banken dazu, ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schocks zu erhöhen, damit sie die Kreditvergabe wiederbeleben und zu einer wirtschaftlichen Erholung beitragen können.
Zwischen den Banken gibt es jedoch Unterschiedene. Einige Banken erfüllten bereits die angestrebte Kernkapitalquote von mindestens 7 Prozent, zitiert Bloomberg aus dem BoE-Bericht. Diese Quote misst, welcher Anteil der risikotragenden Aktiva ausfallen müsste, damit das Eigenkapital der Bank aufgebraucht ist.
Seit die BoE im November letzten Jahres eine Überprüfung der Eigenkapitalausstattung in Auftrag gab, haben die Banken des Landes angekündigt, Assets zu verkaufen, um ihre Bilanzen zu stärken. Die Royal Bank of Scotland (RBS) etwa sagte im Februar, sie werde ihre Geschäfte in den USA verkaufen und ihre Wertpapiergeschäfte zurückfahren.

Banken, rettet euch selbst!

Die Banken brauchen mehr Eigenkapital, so die BoE. Um dies zu erreichen sollten sie nicht nur Assets verkaufen, sondern auch Kapitalerhöhungen in Angriff nehmen. Zu diesem Mittel griff man auch am Freitag, um die verstaatlichte spanische Bankia erneut zu retten – mit erheblichen Verlusten für hunderttausende Kleinaktionäre (mehr hier).
Paul Tucker, stellvertretender BoE-Chef, sagte der BBC in Bezug auf die Banken des Landes: „Sie müssen sich selbst reparieren.“ Mit genau diesen Worten hatte Eurogruppen-Chef Gereon Dijsselbloem am Montag die Aktionäre europäischer Banken zum Zittern gebracht (mehr hier). Doch noch am selben Tag zog der Gruppenchef die Äußerungen zurück und machte sich komplett unglaubwürdig (mehr hier).
Eine Beteiligung der Kontoinhaber an der Bankensanierung nach dem Vorbild Zyperns plant die BoE vorerst nicht.


Quelle: DWN (27.03.2013)



Bücher zum Thema Euro-Krise: