Monday, 9 April 2012

Das Leben in der Matrix, oder wie funktioniert die Welt wirklich

Die sehr interessante Dokumentation "BBC4 - The Century of the Self (Adam Curtis)" und das Überlegen verschiedener Zusammenhänge beim Lesen der heutigen Schlagzeilen hat die Frage aufgeworfen, wie die Welt wirklich funktioniert, und ob der Begriff der "Matrix" tatsächlich weit hergeholt ist oder doch näher liegt, als man normalerweise denkt.

"The Century of the Self" von Adam Curtis dreht sich hauptsächlich um Edward Bernaise, den Neffen Siegmund Freud's, welcher in den USA die Psychologie der Masse erforscht hat und durch seine Erkenntnisse und Forschungen die Entwicklung der Nation massgeblich beeinflusst hat. Und damit nicht nur die USA, sondern auch den gesamten "Westen", welcher zugegebenermaßen ja ziemlich stark von den USA und deren Errungenschaften über das letzte Jahrhundert, v.a. die letzten 70 Jahre, in vielen Bereichen beeinflusst worden ist.






Man ging von der Freud'schen Annahme aus, im innern des Menschen verberge sich ein gefährliches Wesen, also muesse die Masse kontrolliert und in Schach gehalten werden. Zunaechst hat sich die Tabakindustrie Bernaise's Hilfe bedient. Um 1920 war es in den USA ein Tabu fuer Frauen, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Bernaise hat auf einer Festparade gezielt eine Gruppe junger Frauen platziert, welche in ihrem Strumpfband eine Schachtel Zigaretten versteckt hatten. Auf ein Signal von ihm zückten alle Damen ihre Zigaretten und zündeten sie an. Gleichzeitig hatte er Reporter bestellt, und am naechsten Tag war die Gruppe der Frauen in allen Zeitungen, und zwar mit dem Slogan "Torches of Freedom" (Fackeln der Freiheit). Damit war die Zigarette zum Ausdruck der Freiheit der Frau geworden, und das Tabu war gebrochen. Von da an stieg der Zigarettenkonsum von Frauen stetig an.

Edward Bernaise hat sowohl Firmen und Industriezweigen als auch Politikern geholfen, die Meinung der Öffentlichkeit zu Formen und zu lenken. Er war es, der den Ausdruck "Public Relations" geprägt hat, und er war der erste Public Relations Adviser. Wie er in einem Interview sagte, habe er sich den Begriff ausgedacht, weil das Wort Propaganda schon in Deutschland benutzt wurde und etwas negatives dabei mitschwang. Bernaise half, Meinungen zu formen, Prasidentschaftswahlen zu gewinnen und Gesellschaftliche Tabus wie "Frauen & Rauchen in der Öffentlichkeit" in den USA zu brechen. Mit Bernaise's Hilfe wurde die Gesellschaft von einer "Bedürfnis-Gesellschaft", die nur das kauft und konsumiert, was benötigt wird, zu einer "Wunsch-Gesellschaft", die viel mehr kauft und konsumiert, was eigentlich benötigt wird, transformiert.

Dabei wurden die Menschen (zumindest die, die nicht adlig oder sehr vermögend waren) auch dahin gebracht, emotionale Bindungen an Produkte zu entwickeln, und Produkte als Mittel zu sehen, Zufriedenheit im Leben zu erlangen, sowie durch sie ihren Status auszudrücken. Die wahre Perversion dieser Produktbindung erkennt man u.a. an den Schlagzeilen ueber Schlägereien in Geschäften, wenn eine neue PlayStation auf den Markt kommt, und die übermüdeten Kunden, die womöglich die Nacht zuvor in Zelten vor dem Store verbracht und lange Zeit gewartet haben, sich um die vorhandenen Gerate balgen. Oder die Geschichte, die derzeit in den Medien kursiert, über den 17- jährigen Jungen aus der armen Südchinesischen Provinz Anhui, der seine Niere verkauft hat, um sich ein iPhone und ein iPad zu kaufen:

Und der jetzt unglücklicherweise schwere gesundheitliche Probleme dadurch bekommen hat. Wenigstens hat er die Apple-Gadgets, und mit etwas Glück findet er eine Nieren-App im Store zum Download.

Der Punkt hier ist, dass dieses Übermaß an Konsum, dass den meisten Menschen so vertraut und selbstverständlich erscheint, überhaupt gar nicht so selbstverständlich ist. Dass dies alles, was uns umgibt, Errungenschaften der letzten 100 Jahre sind, und es sich auch nur dahin entwickelt hat, weil es entsprechend gesteuert worden ist.

Leben wir tatsächlich in der Happy-Welt, in der man immer alles im Übermaß hat und haben kann? In der freien Demokratie, die Deutschland nun mittlerweile schon 70 Jahre Frieden beschert hat? Und vor allem, wird das auch noch ewig so bleiben? Die "Europäische Schuldenkrise", welche doch auch nur eine direkte Konsequenz des Platzens irgendeiner amerikanischen Finanzblase im Jahr 2008 und der darauffolgende Kollaps von Lehmann Brothers & Co. war, hält immer noch an. Auferlegter Sparzwang an diverse EU- Länder, die hochverschuldet sind und regelmäßig gerettet werden müssen, schrumpft die Wirtschaft beständig. Sparmassnahmen haben auch in der "Great Depression" vor dem 2. Weltkrieg nicht zur Besserung der Wirtschaft beigetragen.

Man hat das Gefühl, dass mehr und mehr Souveränität der EU-Mitgliedsstaaten entzogen wird, alles wird mehr und mehr zusammengezurrt. dabei zeigt uns doch die derzeitige Erfahrung, dass diese feste Bindung der Staaten nur dazu fuehrt, dass alle krank werden, wenn einer hustet. Glauben wir, diese Krise wird sich von alleine wieder lösen, und das in absehbarer Zeit?

Ist die Krise denn auf dem Weg der Besserung, wie vielleicht viele meinen? Hat man denn nicht über die letzten Monate Unsummen von Geld, welches zuvor nicht vorhanden war, bereitgestellt, um Bankenschulden zu bezahlen, und dadurch die Geldmenge drastisch erhoeht? Ist die Inflationsgefahr nicht existent? Ist es nicht so, dass die Spannungen im Europa-Raum vielleicht doch nocht nicht um sind? Oder moeglicherweise eigentlich noch gar nicht richtig angefangen haben? In Europa hat man es bisher nur vereinzelt gesehen, aber Demonstrationen scheint es immer mehr zu geben. Die Anonymous Bewegung wächst. In gleichem Masse wächst die Anstrengung von Regierungen, das Internet staerker zu kontrollieren, siehe ACTA, PIPA, SOPA und wie sie alle heissen.

Im Mittleren Osten brodelt es heftig, und geopolitische Spannungen sind unübersehbar. Es gibt Währungskonflikte (US-Dollar als Leitwährung va. andere Währungen), die sich z.B. über den Versuch des Erhalts des Petrodollars in der US-Politik im Mittleren Osten unmittelbar auswirken. Es gibt Spannungen über den US und EU/NATO Raketenabwehrschild, da sich Russland dadurch bedrängt fuehlt. Es gibt mehr und mehr Spannungen mit China, sowohl politische als auch wirtschaftliche und finanzielle.

Dass selbst vereinzelte dieser Konflikte sich mit Wucht entladen und andere Konflikte iniziieren koennen, ist vielen möglicherweise gar nicht bewusst. Man denkt, man ist ja weit weg, und seit den beiden Weltkriegen sei man nun sehr aufgeklärt. Fakt ist aber, dass man das nach dem ersten Weltkrieg schon dachte, dass diese schlimme Erfahrung dazu geführt habe, dass man es in Zukunft besser macht und solche Fehler vermeiden könne. Ein paar Jahre später hatte man den zweiten Weltkrieg.

Und nur weil jetzt, in Europa zumindest, die letzten 70 Jahre mehr oder weniger Ruhe war, heisst nicht, dass dem weiterhin so ist. 

Sunday, 8 April 2012

"Was gesagt werden muss" - der Held Günter Grass und sein neues Gedicht

Günter Grass hat vor ein paar Tagen in der "Süddeutschen Zeitung" sein neues Gedicht "Was gesagt werden muss" veröffentlicht, in dem er vor einem Krieg mit dem Iran warnt und sagt, Israel sei der wahre Terrorist. Womit er zugegebenermassen ja auch Recht hat, denn für all diejenigen, die sich für internationale Politik und Geschichte interessieren und sich auch mal über alternative Medienkanäle informieren, ist das eine bekannte Tatsache.

Grass prangert an, was viele Menschen denken. Es ist nicht der Iran, der Unfriede schürt, denn es ist ausschliesslich Israel. Der Iran hat auch nicht gedroht, Israel und andere Staaten zu zerstören, wie ständig von Israelischer Seite behauptet wird; diese Aussage basiert auf einer falschen Interpretation einer Aussage von Ahmadinejad und ist schlichtweg gelogen. Auch ist es der US und Israelischen Regierung durchaus bekannt, dass der Iran nicht an einer Atombombe baut, auch wenn dieses Schreckgespenst immer und immer wieder in der jüdischen Weltpresse hochbeschworen wird. Dies geht aus einer Aussage hervor, welche er in einem Interview gemacht hatte, wie in der New York Times vom 08.01.2012 zu lesen war.

"But on Sunday, appearing on CBS’s “Face the Nation,” Mr. Panetta was less specific about how close to the line Iran would be allowed to go. Sanctions and separate embargoes against Iran were “working to put pressure on them, to make them understand that they cannot continue to do what they’re doing,” Mr. Panetta said, in comments that were taped before Mr. Abbasi’s announcement. “Are they trying to develop a nuclear weapon? No. But we know that they’re trying to develop a nuclear capability. And that’s what concerns us. And our red line to Iran is: do not develop a nuclear weapon. That’s a red line for us.”
In saying that the United States did not have any evidence that Iran was seeking to develop a nuclear weapon, Mr. Panetta was hewing closely to the conclusions the often fractious American intelligence agencies agreed upon in 2007 and again in 2010. Two National Intelligence Estimates, designed to reflect the consensus of the intelligence community, concluded that Iranian leaders had made no political decision yet to build an actual weapon. Instead, they described a series of steps that would take Iran right up to that line — and position it to assemble a weapon fairly quickly if a decision to do so were made."

Der US Secretary of Defense Leon Panetta gibt also offenkundig zu, dass der Iran an keiner Atomwaffe baue. Zu diesem Resultat kamen auch Untersuchungen Amerikanischer Geheimdienste in 2007 und 2010, wie der Artikel weiterhin berichtet. Und nichtsdestotrotz ist die Begründung Israels für ihre militaerischen Ambitionen, dass der Iran an einer Atomwaffe baue und Israel attackieren wolle. Also ist es die jüdische bzw. Israelische Seite, die voller Lügen steckt.

Günter Grass ist sich der Gefahr auch durchaus bewusst, der Tatsache, dass er die Zielscheibe einer internationalen jüdischen Presse-Schlammschlacht wird, sobald er "aus der Reihe tanzt" und etwas so banales macht wie Israel zu kritisieren. Er schreibt es ja noch in seinem Gedicht. Naja, es scheint z.T. die Antwort auf seine Frage an sich selbst zu sein, warum er so lange, bis ins hohe Alter, gewartet hat, um zu sagen, was gesagt werden muss. Und die Reaktionen sind genauso, wie er es sagt.

Ganz schnell wird das Wort "Antisemit" ausgekramt, die "anti-semitische Peitsche", wie man es auch nennen könnte, und damit nach Grass geschlagen. Da er es aber in seinem Gedicht schon vorhergesagt hat, wirkt es nicht nur fast lächerlich, das Wort dann als eine der ersten Reaktionen tatsächlich zu lesen. Zu all den pikierten und gekünstelt erbosten Reaktionen tut sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung noch nicht einmal entblöden, den senilen Literatur-Juden Marcel Reich-Ranicki aus seiner Gruft zu ziehen und ihn auch ein paar weinerliche und empörte Worte an die Öffentlichkeit richten zu lassen, und zwar in dem Artikel "Es ist ein ekelhaftes Gedicht" vom 08.04.2012:



Hier die erste Frage und Antwort:


Was haben Sie gedacht, als Sie das Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“ zum ersten Mal gelesen haben?


Dass es eine Gemeinheit ist. Das war das Erste. Mir war das völlig klar. Dass Israel den Weltfrieden bedrohe und diese Dinge, das genügte schon. Das ist eine Gemeinheit, so etwas zu publizieren. Außerdem ist es auch noch großer Unsinn. Israel ist schließlich selbstverständlich im hohen Maße am Weltfrieden interessiert.


Das interessante an all diesen gekünstelten und beleidigten Reaktionen der Juden und jüdischen Freunde ist immer, dass sie sich alle in lautem Geschrei ergiessen und über Grass mokieren, viele Wilde Fakten in den Raum werfen wie z.B. dass Grass vor 60 Jahren selber mal kurz in der Waffen-SS war und somit sein Recht auf derartige Aussagen verspielt habe, aber in keinster Weise dem gegen-argumentieren, was Grass eigentlich gesagt bzw. geschrieben hat.

Auch ist es interessant, dass eine klitzekleine Kritik an Israel auszureichen scheint, um die geballte Kraft der Weltpresse auf Grass herabregnen zu lassen. Man darf sich dabei durchaus fragen, wieviele der eigentlichen Kritiker Israel's aus diesem Grunde lieber den Mund halten und Ihre Meinungen nicht äußern, einzig aus dem Grund, um nicht Opfer dieser geballten Kraft zu werden. Das grenzt aber schon fast an ein faschistisches System, welches scheinbar von jüdischen Interessen gelenkt wird.

Diese arrogante Haltung Israels, sowie ihre Luegen und Doppelmoral, ganz besonders im Hinblick auf die Situation in Palestina, wird aber zwangsläufig zu einem Ansteigen der Antisemitismus auf internationaler Ebene führen. Das darf auch niemanden wundern, denn Schulhof-Bullies sind einfach nicht besonders wohl gelitten, und kriegen hin und wieder auch mal selbst eine drauf.

Sunday, 25 March 2012

Gedanken zur Deutschen Geschichte und Ereignisse und Parallelen in der Gegenwart (1)


Ich muss nun unter anderem ein Thema anschneiden, welches mich schon eine Weile beschäftigt, und bei welchem der normale Deutsche Bürger regelmäßig zusammenzuckt und es am liebsten gänzlich meiden würde, da es ein unangenehmes Gefuehl mit sich bringt. Es geht um die Vergangenheit Deutschlands, die Zeit und die Situation des ersten und zweiten Weltkriegs, Adolf Hitler sowie die generelle Entwicklung seit dem zweiten Weltkriege. Auch derzeitige Ereignisse wie den Konflikt im Mittleren Osten werde ich ansprechen und versuchen, Parallelen in der Geschichte zu finden.

Ich bin einer der normalen Deutschen Bürger, die das Thema 2. Weltkrieg am liebsten immer und gänzlich gemieden hätten, und wenn es dann doch aufkam und irgendwo besprochen wurde, ich mich grundsätzlich unwohl gefühlt habe und vor allem un-stolz, Bürger einer solchen Nation zu sein, die so schreckliche Dinge zugelassen und verursacht hat, wie sie den Geschichtsbüchern zufolge sich zugetragen haben.

Mehr noch, in der Jugend habe ich mich zur linken Seite des politischen Spektrums hingezogen gefühlt, mit Punks und der Antifa symphatisiert, und Nazis und rechtsradikale als etwas ganz schreckliches und vor allem schrecklich dummes empfunden. Ohne aber selber auch nur einen blassen Schimmer von Geschichte und Politik gehabt zu haben, ausser vielleicht dem halbseidenen Wissen aus dem Schulunterricht, der aber fuer gewöhnlich mehr Fragen aufgeworfen hat, als er welche beantwortet hätte.

Mit dem Eintritt in die Arbeitswelt in ca. 2000/2001 ist dann das jugendliche politische Interesse einem völligen Desinteresse und einer absoluten politischen Neutralität gewichen, was vor allem auch durch die frustrierende Erfahrung meiner ersten beiden Bundestagswahlen in Deutschland zustande kam. Die Erfahrung, dass man hochmotiviert zur ersten Wahl schreitet, vielleicht auch noch zur nächsten, und ausser der Erkenntnis, dass alle politischen Programme und Versprechen, die vor der Wahl gemacht wurden und die letztendlich die Entscheidungsgrundlage der Menschen bei der Wahl darstellen, nach der Wahl von den Parteien gleich wieder beerdigt werden um mit dem Status Quo fortzufahren, haben wahrscheinlich viele Menschen schon gemacht.

Die Frage, die diese Erfahrung in mir aufgeworfen hatte, war, wozu man denn eigentlich wählen solle, wenn die gesamte Wahl bzw. das politische System doch eigentlich sowieso nur eine Farce ist, bzw. ein Schauspiel, das sich immer und immer wieder nach Schema F zu wiederholen scheint. Eine Partei gewinnt die Wahl und setzt das eigentliche Wahlprogramm und die Wahlversprechen nicht oder nur marginal um, meistens um Ausreden dabei nicht verlegen, warum das so ist. Bei der nächsten Wahl kommt dann wieder das Programm und die Wahlversprechen, genauso wie bei den anderen Parteien. Je nach Symphatielage des Volkes, das sich entweder zu den einen oder den anderen Wahlversprechen, die nach der Wahl sowieso nicht eingehalten warden, hingezogen fuehlt, wird die Wahl dann für eine der Parteien entschieden.

Wahrscheinlich ist es nicht wirklich entscheidend, welche Partei den nun die Wahl gewinnt, und auch nicht, dass der Nation alle vier Jahre rotzfrech ins Angesicht gelogen wird, wenn es um den Fang von Wählerstimmen geht. Meine Generation ist damit aufgewachsen, das heisst sie könnten vielleicht ähnlich wie ich darüber denken. Wenn ich so darueber nachdenke, welche anderen Ansichten könnte es denn noch geben? Welche Argumente könnten zeitgenössische Wähler und Nichtwähler für ihre Argumente für oder gegen die eigene Wahlbeteiligung denn noch aufbringen? Vielleicht, dass man nichts ändern könne, wenn man sich der Wahl enthält? Naja, man kann aber auch nichts ändern, wenn man zur Wahl geht. Ansonsten fällt mir dazu nicht wirklich viel ein, was dafür spricht, zur Wahl zu gehen.

Auf jeden Fall möchte ich das politische System nicht schlechtreden, denn letztendlich ist es ja eine Demokratie, was ja bekanntermassen als die Mutter aller politischen Systeme und das nonplusultra schlechthin angesehen wird. Im gleichen Masse, wie derzeit Demokratie und Frieden in den Mittleren Osten gebracht wird und die Region mit US-freundlichen Regierungen ausgestattet wird, genauso wurde dereinst schon Mitteleuropa demokratisiert und der Friede gebracht. Heute befreit man unsere Nachbarn im Osten von gemeinen Diktatorgestalten wie Hussein, Gaddhafi, al-Assad und Konsorten, die die gesamte Welt und allen voran die USA mit Massenvernichtungswaffen und Nuklearsprengköpfen bedrohen und ihr Volk unterjochen, damals waren es vielleicht Hitler und Mussolini, die ihr Volk unterdrückten und die durch ein US-freundliches, demokratisches System ausgetauscht wurden.

Ich möchte an dieser Stelle auf die Ironie hinweisen, von der ich hoffe, dass sie im vorigen Abschnitt mitschwingt. Viele Menschen sind sich sicherlich darüber im Klaren, dass der Konflikt im Mittleren Osten weniger durch innere als mehr durch äußere Umstände und vor allem wirtschaftliche Interessen hervorgerufen wurde. Und hoffentlich ist sich auch der ein oder andere darüber bewusst, dass die Informationen, die man durch westliche Massenmedien gebetsmühlenartig propagiert bekommt, äusserst einseitig und teilweise fragwürdig dargestellt werden.

An dieser Stelle ganz kurz etwas zu den wahrscheinlichen Konflikt-Gründen im Mittleren Osten, die ich in einem eigenen Artikel noch näher zu besprechen gedenke, und die leider in den gängigen Medien niemals zur Sprache zu kommen scheinen. Was man aus den Medien erfährt ist entweder, dass irgendein Schurke von Diktator das Volk bedroht, und/oder dass er die Welt und die USA bedroht. Massenvernichtungswaffen im Irak der Grund fuer den Fall von Hussein? Die gab es zugegebenermassen nie - aber hinterfragt von der internationalen Gemeinschaft wurde das ja seltsamerweise auch nie. Osama Bin Laden's Verbindung zu den 9/11 Terroranschlägen? Die wurde zwar ueberall herumposaunt, aber Beweise jeglicher Art dafuer gibt es bis heute nicht. Keinen einzigen. Genausowenig hat man im Iran vor, Nuklearwaffen zu bauen, um Israel, die USA oder sonst jemanden zu bedrohen. Und selbst wenn der Iran Atomwaffen möchte: was spräche dagegen? Das Land wäre dann weder das erste noch das einzige. Und würde sie genausowenig offensiv einsetzen wie alle anderen Staaten das jemals gemacht haben, ausser: die USA. Hiroshima und Nagasaki sind noch nicht vergessen. Die Lügen der US Regierung, warum ein Angriffskrieg im Irak geführt wurde, auch nicht. Zumindest nicht von mir.

Auf jeden Fall wurde öffentlich z.B. nicht das Thema das Petrodollars besprochen, das Konzept, welches die globale wirtschaftliche Vormachstellung der USA über die letzten Jahrzehnte sichergestellt und gefestigt hat und auch der Grund war, warum der US Dollar die globale Reservewaehrung darstellt. Jeder Ölhandel mit einem der OPEC-Staaten muss in US Dollar durchgeführt werden, was dafür sorgt, dass der Rest der Welt ständig US Dollar auf Lager haben muss, da Öl immer benötigt wird.

Dieses System birgt ganz viele Vorteile für die USA. Nun wäre es ein Schlag, wenn plötzlich andere Länder ihr Öl nicht mehr in US Dollar bezahlen müssen. Also keine US Dollars mehr halten müssen. Und die USA ganz schnell ihre Wirtschaftliche Vormachtstellung verlieren würde und der Dollar-Kurs ins Bodenlose stürzen würde, da er nur noch durch diesen Umstand künstlich am Leben gehalten wird. Und das was die Sicherheit der USA bedrohen könnte, wird ja sonst auch immer bekämpft.

Im Jahre 2000 liess Saddam Hussein verkünden, dass er künftig das Öl des Irak nicht mehr in Dollar handeln wolle, sondern in Euro:

Foreign Exchange: Saddam Turns His Back on Greenbacks

Und auch Syrien, Libyen und der Iran hatten Interesse angekündigt. Die Britische Zeitung The Telegraph berichtet auf ihrer Internetseite, dass Iran sein Öl ab 20. Maerz 2012 auch in anderen Währungen als dem Dollar handeln würde:

Iran presses ahead with dollar attack

Die Schlagzeile drückt schon idealerweise aus, wie dies durch die USA interpretiert werden wird, nämlich als Angriff auf den Dollar. Tatsächlich ist das aber genausowenig ein Angriff auf den Dollar wie es ein Angriff durch mich auf McDonald's darstellt, wenn ich im Burger King esse. Das freie Spiel des Marktes sollte nämlich vor allem im internationalen Markt gewahrt bleiben.

Es sollte also im eigenen Ermessen des Iran sein und verbleiben, genauso wie aller anderen souveränen Staaten, sein Öl in der Währung zu handeln, in der es ihm beliebt, und nicht durch verlogene kriegerische Aktivitäten seitens der USA dazu gebracht werden, beim US Dollar zu bleiben.

Wie man sich nun unschwer vorstellen kann, birgt das einen schweren Konflikt. Denn wenn die USA wie gesagt ihr quasi-Monopol des Dollar Ölhandels verliert, wird der Dollar damit auch den Status der Weltreservewährung verlieren, mit beträchtlichen Konsequenzen für das Land, die Leute und die Wirtschaft. Manchen Gerüchten zufolge soll sich die Regierung schon auf einen Zusammenbruch vorbereiten durch die Errichtung von FEMA Camps und die Ausweitung der Befugnissen der Staatsgewalt.

Das war nun ein kleiner Exkurs zur alternativen Begruendung der Konflikte des Mittleren Ostens, die aber wesentlich mehr Sinn zu machen scheinen als die, die in den Medien diskutiert werden. Verteidigung vor möglichen Angriffen durch Iran, Irak & Co.? Befreiung des Volkes? Sicherung des Petrodollarsystems sowie die Eroeffnung weiterer Maerkte fuer die eigenen Unternehmen ist da auf jeden Fall ein guter Punkt.

Was hat das nun mit dem zweiten Weltkrieg zu tun, wo man doch genau weiss dass Hitler den Krieg angefangen und 6 Millionen unschuldiger Juden vergast hat und sonstige gräuliche Taten vollbracht hat? Die Dinge, für die man sich ja als Deutscher Bürger, wie eingangs erwähnt, ja immer noch fremd-schämen und erklären muss?

[Fortsetzung folgt]

Tuesday, 15 November 2011

Die internationale politische Agenda & die Medien 2 (Reed Elsevier)

Dies ist ein Nachtrag zu dem vorigen Artikel "Die internationale politische Agenda & die Medien (Kronberg Talks & Bertelsmann Stiftung)".


In diesem Falle geht es um das Niederländische Verlagshaus Elsevier mit Sitz in Amsterdam, welches zum Medienkonzern Reed Elsevier gehört. Hier ein paar Firmeninformationen von Reed Elsevier (Wikipedia - Deutsch / Englisch):



Der Medienkonzern Reed Elsevier ist einer der weltgrößten Anbieter von Online-Datenbanken und eines der größten Verlagshäuser weltweit.
Reed Elsevier entstand im Januar 1993 aus dem Zusammenschluss von Reed International und Elsevier NV. Die Gruppe beschäftigt über 36.000 Mitarbeiter in über 200 Niederlassungen. Sie betreibt über 3000 Websites. Im Jahr 2006 betrug der Umsatz 5,398 Milliarden GBP


Hier eine Übersicht der Elsevier Homepage:





Der Medienkonzern gibt auch Anlass zu Kritik. Einer der Kritikpunkte ist z.B. die aggressive Preispolitik des Unternehmens, gerade im Bereich von Zeitschriften und Journalen.
Weiterhin wurde der Konzern dafür kritisiert, dass er in die Organisation militärischer Waffenmessen involviert war, wie die New York Times 2005 berichtete:


Ironischerweise kam die Kritik von den Editoren eines der eigenen Journale. 
In 2007 ist dann folgendes passiert (Auszug aus Wikipedia):



Defence exhibitions

Members of the medical and scientific communities, which purchase and use many journals published by Reed Elsevier, agitated for the company to cut its links to the arms trade. Two UK academics, Dr. Tom Stafford of Sheffield University and Dr Nick Gill, launched petitions calling on Reed Elsevier to stop organising arms fairs. A subsidiary, Spearhead, organised defence shows, including an event where it was reported that cluster bombs and extremely powerful riot control equipment were offered for sale.
In February 2007, Richard Smith, former editor of the British Medical Journal, published an editorial in the Journal of the Royal Society of Medicine, arguing that Reed Elsevier's involvement in both the arms trade and medical publishing constituted a conflict of interest.He suggested that if academics began to disengage with Reed Elsevier, the company would be likely to end their arms fairs, as arms fairs only comprise a small proportion of their business.
On 1 June 2007, Reed Elsevier announced that they would be exiting the Defence Exhibition business during the second half of 2007.
This means that the company no longer organises arms fairs around the world. The decision followed a high-profile campaign, co-ordinated by CAAT, which highlighted the incompatibility of Reed's involvement in the arms trade and their position as the number one publisher of medical and science journals and other publications. CAAT welcomed the decision and applauded the board of Reed Elsevier for recognising the concerns of its stakeholders.



Es gab also immensen Druck auf Reed Elsevier, aus dem Geschäft mit diesen Verteidigungs- oder Waffenmessen auszusteigen - u.a. mit dem Argument, dass diese Waffenmessen ja nur ein kleiner Teil des gesamten Geschäftes darstellen, und dass es einen Interessenkonflikt darstellen würde, gleichzeitig in Waffenhandel und Medizinischen Publikationen zu operieren.
Reed Elsevier hat das also sehr ernst genommen und angekündigt, in der zweiten Hälfte von 2007 aus dem Defence Exhibition-Geschäft auszusteigen. 


Anfang Maerz 2008 (also kurz nach der Waffenmessenepisode, s.o.) gab es dann folgende News in The Scientist: "Elsevier expands biopharma base" 




Aha? Naja, obwohl, wie oben erwähnt, die Waffenmessen ja nur einen kleinen Teil des Reed Elsevier Geschäftes darstellten, müssen sie ja an anderer Stelle wieder eingenommen werden, richtig? Der auch nur marginal gebildete Wirtschaftler weiss nämlich, dass das oberste Ziel einer Firma die Maximierung des Profits ihrer Eigentümer ist, und nichts anderes. Höchstwahrscheinlich diskutiert sich jeder MBA-Student im Laufe seines Studiums durch die Frage des realen und/oder ethischen Für und Widers dieser Tatsache, auf die es keine richtige oder falsche Antwort gibt. Am Ende zaehlt, wie man das für sich persönlich sieht, und seine Antwort entsprechend begründet.
Auf jeden Fall bedeutet das aber, dass das Wort "Maximierung" keinen Verlust beinhaltet, und da fast alle Firmen ihr Produkt- oder Serviceportfolio bzw. Industrien, in welchen operiert wird, diversifizieren, kann das ein Medienkonzern natürlich auch. Also wird die Biopharmazeutische Basis durch den Zukauf des führenden Biotech und Pharma Business Intelligence-Anbieters Windhover Information, Inc. erweitert.


Die naechste Headline stammt dann von April 2009 von theage.com.au und The Scientist







Elsevier wurde vor einem Gericht in Australien angeklagt, Gelder von Merck für die Veröffentlichung von gefälschten Journale zu erhalten. Im Prinzip wird das auch zugegeben (siehe Auszug aus Wikipedia):


In May 2009, Elsevier Health Sciences CEO Hansen released a statement regarding Australia-based sponsored journals, conceding that these were "sponsored article compilation publications, on behalf of pharmaceutical clients, that were made to look like journals and lacked the proper disclosures." The statement acknowledged that this "was an unacceptable practice."


Also zusammengefasst, die Journale waren von Merck gesponsert (d.h. Geld ist geflossen), und wurden rein zu marketing-technischen Gründen benutzt - um die eigenen Produkte zu promoten. Merck ist also Kunde von Reed Elsevier, und bei einem guten Unternehmen ist der Kunde selbstredend König.
Wohingegen vorher die Frage gestellt wurde, inwiefern Waffengeschäft mit medizinischer Literatur in Verbindung gebracht werden kann, was ja auch zwei völlig entgegengesetzte Wirtschaftszweige sind, stellt sich nun diese Frage nicht mehr. Medizinische Literatur verträgt sich thematisch ausgezeichnet mit Biopharmazie und fällt irgendwie in den gleichen Sektor. Auf jeden Fall war das eine beachtliche Strategie-Aenderung von Reed Elsevier, zumindest augenscheinlich.
Allerdings scheint eine ganz andere Gefahr zu bestehen. Wenn ein grosser Teil der Studierenden, Forschern etc. mit Literatur versorgt wird, bei der das Risiko besteht, dass sie biased oder nicht neutral/unvorbelastet ist und dem ganzen auch noch wirtschaftliche Interessen zu Grunde liegen, dann besteht die reale Gefahr, dass Wissen ver- oder gefälscht werden kann, und das auf globaler Ebene.
Weiterhin zeigt sich auch im Falle des Medienkonzerns Reed Elsevier, genau wie bei der Bertelsmann AG/Stiftung, dass es direkte Verbindungen zwischen Medien, Politik/Militär und Wirtschaft gibt, die sich möglicherweise schädlich für uns, die Verbraucher, auswirken.







Monday, 14 November 2011

Amerikas Chemische, Biologische und Psychologische Kriegsführung, oder: Lügen Regierungen, und stört es jemanden?

Im Zuge verschiedener Ereignisse werfen Menschen immer wieder Fragen bezüglich des Hergangs oder den Resultaten auf, oder sind geplagt von Zweifeln an der Validität der bereitgestellten Informationen. So geschieht es auch mit monumentalen, zeitgenössischen  Events wie dem Kollaps des World Trade Centers an 9-11 (11 September 2001), den Aufständen im Zuge des Arabischen Frühlings, oder der Beschuldigung des Irans durch die USA und Verbündete (wie Israel, UK, Frankreich und Deutschland) bezüglich des vermeintlichen Iranischen Atomprogramms.


Diese Ereignisse werden in separaten Blog-Artikeln diskutiert werden, denn in diesem Artikel geht es um das Thema der Biologischen, chemischen und psychologischen Kriegsführung der USA, und damit verbunden die Frage, ob Regierungen generell, und die US Regierung im speziellen, ihre eigenen Bürger und den Rest der Welt anlügen würden, bzw. eigenen Bürgern bewusst Schaden zufügen würden. Es geht dabei um konkrete und bekannte Fälle, welche bewiesen sind und für die Informationen vorliegen. Es gibt auch viele akademische Forschungsartikel dazu. 


Chemische Kriegsführung der USA                                                                                   


(1962 - 1971)
Das bekannteste Beispiel des Einsatzes Biologischer Waffen ist das durch die US-Regierung im Vietnam-Krieg eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange, produziert durch die Firmen Monsanto und Dow Chemicals.
Umfassende Information gibt es auf Wikipedia in einem Artikel, mit Quellenangaben aus ueber 100 qualitativ hochwertigen Quellen:
Deutsche Sprache (Kurzform, keine Quellen)
Englische Sprache (Volle Fassung mit ueber 100 Quellen)


Hier ein Auszug:

Zwischen 1962 und 1971 wurden im Vietnamkrieg von der US-Luftwaffe bei der Operation „Ranch Hand“ („Landarbeiter“), die im Jahre 1961 von John F. Kennedy autorisiert wurde, mehr als 6.000 Einsätze mit verschiedenen Entlaubungsmitteln durchgeführt. Agent Orange wurde aus Flugzeugen oder Helikoptern von Januar 1965 bis April 1970 versprüht.[3] Das Ziel war die Entlaubung der Wälder, um einerseits Verstecke und Versorgungswege des Gegners aufzudecken (Ho-Chi-Minh-Pfad) und andererseits eigene Militärbasen und Flugplätze im dichten Dschungel erweitern zu können. Darüber hinaus wurden auch Ackerflächen besprüht, um dem Feind die Nahrungsgrundlage zu entziehen.
Agent Orange wurde unter anderem von den US-Firmen Dow Chemical und Monsanto hergestellt und geliefert. Wegen des enormen Bedarfs kam es bald zu Lieferschwierigkeiten. Zwischenprodukte für die Herstellung von Agent Orange wurden auch von der deutschen Firma Boehringer Ingelheim und vom tschechischen Unternehmen Spolana in Neratovice bezogen. Laut einem Artikel des Nachrichtenmagazins Der Spiegel von 1991 lieferte Boehringer Ingelheim 1967 eine Menge von 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge an Dow Chemical.[1] Der Einsatz von Agent Orange erreichte seinen Höhepunkt in der intensivsten Phase des Krieges in den Jahren 1967 und 1968.


Die aufmerksamen, gebildeten, kritischen Leserinnen und Leser, welche sich die Zeit nehmen, die in diesem Blog genannten Quellen (v.a. Wikipedia) eingehender zu lesen, und auch die Quellen dieser Seiten zu prüfen, werden nicht nur feststellen, dass es hierbei um Geschichte und keine "Verschwörungstheorie" geht. Sie werden im Zusammenhang mit Agent Orange folgendes feststellen:
  • Die schädliche Wirkung von Agent Orange war bekannt. Hier ein Auszug aus "The Globe and Mail"But the chemical concoction killed more than plants; laced with dioxin, it was one of the more toxic substances known to humanity – so toxic, in fact, that the man who invented Agent Orange spent much of his life trying to keep it from being used.
  • Ca. 400.000 Menschen in Vietnam wurden getötet, ca. 500.000 mit Gen-Defekten geboren. Hier ein paar Videos zu den Schaedigungen durch Agent Orange, die heute immer noch anhalten (mittlerweile 3. Generation): Video 1, Video 2, Video 3
  • Zig-Tausende Amerikanischer Soldaten waren betroffen (39.419 haben nach dem Krieg auf Kompensation geklagt; bis 1993 wurde an 486 Opfer Wiedergutmachung gezahlt)
  • Die US Regierung weist bis heute jede Verantwortung von sich. Vietnam hat keinerlei Reparationszahlungen erhalten.
  • Die Produzenten von Agent Orange (Monsanto, Dow Chemicals) wurden gerichtlich zu Geldstrafen bzw. Schadensersatz verurteilt (z.B. 2006 in Südkorea) - weisen öffentlich aber auch die Schuld von sich. Obwohl deren eigenen Forschungsresultate bewiesenermassen gefälscht wurden.
Niemand ist also fuer diese düstere Episode zuständig, niemand ist verantwortlich, und das, obwohl die Beweise vorliegen. Wenden wir uns nun dem nächsten Thema zu.



Biologische Kriegsführung der USA                                                                                   

Die Quelle dieses Abschnitts ist der akademische Artikel "The history of biological warfare" aus Science & Society. Hier die Referenz:


EMBO Rep. 2003 June; 4(Supp1): S47–S52.



Der Artikel kann ueber PubMed Central / EMBO reports, oder ueber diesen direkten Downloadlink geladen werden.


Hier ein Auszug (S. 48), der die Frage beantwortet, ob und inwiefern die US-Amerikanische Regierung / Militär auch eigenen Bürgern Schaden zufuegen würde:



Soon after the war, the US military started open- air tests, exposing test animals, human volunteers and unsuspecting civilians to both pathogenic and non-pathogenic microbes (Cole, 1988; Regis, 1999). A release of bacteria from naval vessels off
the coasts of Virginia and San Francisco infected many people, including about 800,000 people in the Bay area alone. Bacterial aerosols were released at more than 200 sites, including bus stations and airports. The most infamous test was the 1966 contamination of the New York metro system with Bacillus globigii— a non-infectious bacterium used to simulate the release of anthrax—to study the spread of the pathogen in a big city.

Laut MedicineNet.com bedeutet:


Nonpathogenic = Kann keine Krankheiten verursachen
Pathogenic        = Kann Krankheiten verursachen


Der obige Abschnitt wird durch den Artikel (engl. Sprache) "The History of Bioterrorism in America" bestätigt.
Wer jetzt also glaubt, die US-Regierung, oder besser, das US Militär, würde aus militärischen Gruenden nicht davor zurückschrecken, der eigenen Bevölkerung Schaden zuzufügen, sollte seine Meinung überdenken. 





Psychologische Kriegsführung der USA                                                                           

Hierzu werden Auszüge aus der Literatur des New York Times Reporters und Pulitzer Preis sowie National Book Award - Preisträgers Tim Weiner und seinem Buch Legacy of the Ashes: The History of the CIA herangezogen.


Hier ein Auszug (von radiosurvivor.com):


For four weeks, starting on May Day 1954, the CIA had been waging psychological warfare in Guatemala through a pirate radio station called the Voice of Liberation, run by a CIA contract officer, an amateur actor and skilled dramatist named David Atlee Phillips. In a tremendous stroke of luck, the Guatemalan state radio station went off the air in mid-May for a scheduled replacement of its antenna. Phillips snuggled up to its frequency, where listeners looking for the state broadcasts found Radio CIA. Unrest turned to hysteria among the populace as the rebel station sent out shortwave reports of imaginary uprisings and defections and plots to poison wells and conscript children.


Dieser Abschnitt besagt also, dass die CIA in Guatemala Psychologische Kriegsführung betrieben hat, und durch die Verbreitung von falschen Informationen in der Öffentlichkeit eine allgemeine Unruhe zu Hysterie aufgestachelt habe. Im Vergleich zu dem zuvor genannten Agent Orange erscheint dieser Abschnitt gar nicht einmal so "schlimm". Stellt man sich diese Art der Kriegsführung aber zum Beispiel vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings vor, kann diese Bewegung aber auch in einem ganz anderen Licht erscheinen.


Eine andere Episode der psychologischen und/oder biologischen Kriegsführung ist die folgende:


Yellow rain (umfassender Wikipedia-Artikel liegt in Englisch vor)


Bei diesem politische Vorfall, beginnend 1975, hatte die US Regierung die damalige Sowjetunion beschuldigt, T-2 mycotoxin zur Aufstandsbekämpfung an die Kommunistenstaaten Vietnam und Laos zu liefern. Leider fehlten, wie sich nach umfassenden Untersuchungen herausstellte, die Beweise, um die Anschuldigungen zu belegen, und andere Staaten zweifelten an diesen Anschuldigungen. Hier ein Auszug eines deklassifizierten CIA Reports, der direkt von der CIA Webseite (www.foia.cia.gov) heruntergeladen werden kann.




Laut Wikipedia (der Artikel referenziert 37 Quellen) existieren 2 Standpunkte zur 'Yellow Rain'-Kontroverse:
Die einen sehen die Anschuldigungen als falsch an oder schlichtweg widerlegt (gestützt auf viele Forschungsergebnisse). 
Die anderen (d.h. die US Army, die sich dabei auf 'Expertenmeinung' beruft) hält an der Aussage fest, dass T-2 mycotoxin als Kampfstoff verwendet wurde, die USA es aber nicht beweisen könne, 


Der Autor hofft, den werten Lesern nun zumindest Einblicke in die Welt der Kriegsführung gegeben zu haben und zu zeigen, dass Krieg nicht ausschliesslich darin besteht, wenn sich zwei benachbarte Länder gegenseitig be- und zerbomben. Auch gibt es zu jedem Krieg einen Pretext, eine Vorgeschichte, welche notwendig ist bzw. es rechtfertigt, einen Krieg überhaupt zu beginnen. Also kann diese Vorgeschichte selbst eigentlich schon als Teil des Krieges betrachtet werden.


Je mehr man über vergangene Kriege liest, umso mehr muss man erkennen, dass Kriege oft oder immer mit verschiedenen, nennen wir es Begleitumständen, einhergehen, wie (selbstgestrickter) Terror, falsche Anschuldigungen etc. - gerade bei der Fabrikation des Pretexts. Hier ein Auszug zu Henry Wilde, US Foreign Service Officer im Ruhestand:


Henry Wilde, a retired US Foreign Service Officer, has drawn parallels between the use of yellow rain allegations by the US government against the Soviet Union and the later exaggerated allegations on the topic of Iraq and weapons of mass destruction. Wilde considers it likely that states may again "use rumors and false or planted intelligence of such weapons use for propaganda purposes." and calls for the establishment of a more rigorous inspection process to deal with such claims.


An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die im Titel gestellten Fragen zurückkommen, nämlich:


Lügen Regierungen, und stört es jemanden?


Diese Beispiele, welche allesamt bekannt sind und keine "Geheiminformationen" darstellen, zeigen eindeutig, dass Regierungen (in diesem Beispiel die US-Amerikanische Regierung) oft die Wahrheit zurückhalten oder schlicht die (sogar internationale) Öffentlichkeit belügen. Selbst unter einer drückenden Beweislast wird auf den absurdesten Standpunkten beharrt und wirre Theorien geliefert. Und es scheint in der Tat niemanden zu stoeren. Oder doch? Ist eigentlich auch egal, denn wo kein Kläger, da kein Richter. Und wo kein Richter, da kein Henker.


Und am besten hat man es, wenn man selbst der Kläger, der Richter und der Henker gleichzeitig ist. Man klagt andere einfach an, spricht das Urteil dann selbst und hängt sie. Sounds familiar? Golf, Irak, Afghanistan, Libyen, Iran (folgt bald?) - sind zumindest Kandidaten, bei denen man derlei Vermutungen durchaus machen darf, ohne sich schlecht fuehlen zu muessen.

Sunday, 13 November 2011

Die internationale politische Agenda & die Medien (Kronberg Talks & Bertelsmann Stiftung)

Über den Begriff "New World Order" wird viel diskutiert, und die meisten Menschen werden die Thematik sicherlich in den Bereich der Verschwörungstheorien einordnen und belächeln. Eine Internationale oder globale politische Agenda? Konspirative Verbindungen zwischen Politik und Medien? Das ist viel zu 1984-Style!
Aber reden wir nicht von der neuen Weltordnung, sondern von der internationalen politischen Agenda. Die gibt es nämlich wirklich, und die spielt sich vor unseren Augen ab. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und das beste: sie liegt auf schwarz-weiss vor, ist noch nicht einmal geheim und für jeden zugänglich. Und das allerbeste: dieses Beispiel zeigt nicht nur diese Agenda, sondern gleichzeitig einige der Verbindungen von Medien und Politik.
Dazu reicht ein Blick auf die Rubrik "Kronberger Nahost-Gespräche" (engl.: Kronberg Talks) auf der Webseite der Bertelsmann Stiftung.
Erstmal: Was ist die Bertelsmann-Stiftung? Diese Artikel in Wikipedia und der unabhaengigen neuen Rheinischen Zeitung geben einen guten Ueberblick ueber den Medien-Giganten. Die Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet und hält 77,6 Prozent des Aktienkapitals der Bertelsmann AG. Das bedeutet (was gleichzeitig auch ein Kritikpunkt ist), dass die Übertragung von drei Vierteln des Aktienkapitals auf die Stiftung gut zwei Milliarden Euro Erbschafts- oder Schenkungssteuer [spart] und die jährliche Dividenden-Zahlung an die Stiftung steuerfrei [ist].
Im Jahre 2002 hat die Firma Bertelsmann erstmals zugegeben, über ihre Nazi-Vergangenheit gelogen, und im 2. Weltkrieg eine Vielzahl anti-semitischer Bücher veröffentlicht zu haben.
Die neue Rheinische Zeitung beschreibt die Aktivitäten von Bertelsmann wie folgt:
„Ob Privatisierung öffentlicher Dienste oder Einführung von Studiengebühren, ob Hartz IV und Sozialkürzungen oder globale Militärinterventionen und Vorgaben zur Aufrüstung, Schaffung neuer Hochschulgesetze oder eines einheitlichen Arbeitsgesetzbuches: Die gesellschaftspolitische Agenda der Bundesrepublik wird von der Bertelsmann-Stif­tung entworfen. Diese “gemeinnützige” und steuerbegünstigte “Reformwerkstatt”, die zugleich das größte Aktienpaket am Bertelsmann-Konzern als weltweit viertgrößten Medienunternehmen hält, stellt die erfolgreichste Public-Private-Partnership dar – nicht allein auf Firmenprofit, sondern zugleich auch auf gesellschaftliche Steuerung ausge­richtet.”


Man beachte, dass die obigen Aussagen auch über die in Wikipedia referenzierten Quellen nachgeprüft werden können.
Und was sind die "Kronberger (Nahost-)Gespräche" (engl.: Kronberg Talks)?
Das folgende ist direkt der Webseite von Bertelsmann entnommen:
In the frame of the project "Europe and the Middle East" as a follow-up of the 10th Kronberg Talks of the Bertelsmann Stiftung, experts from the Middle East, Europe and the US have written policy papers this month to discuss the subject from different pionts of view. Additional experts are invited to offer their analysis and recommandations here.
Der folgende Report, oder besser gesagt Policy Paper mit dem Titel (übersetzt) "Schritte zu ausgedehnter Stabilität", welches sich mit der Rolle Europas im Mittleren Osten und Nordafrika befasst, kann von der Webseite der Bertelsmann Stiftung geladen werden:




Hier ein Auszug:


Der Aufmerksame Leser hat sogleich bemerkt, dass 1) dieser Report aus dem Jahre 1999 stammt und 2) eine Verbindung zwischen Wirtschaft, Politik und Medien offensichtlich wird. Noch besser zeigt dies das folgende Exzerpt von S. 8:



Die Aussage dieses Abschnitts ist, dass in den mittleren bis späten 90'ern die scheinbar stabile politische Lage im Mittleren Osten oft auch wirtschaftliche Stagnation bedeutete, weswegen sich der Mittlere Osten mit Mechanismen der kontrollierten Unterbrechung, welche die schrittweise Anpassung regionaler und lokaler wirtschaftlicher und politischer Systeme an neue Umstände ermöglichen würden, abfinden müsse.
Obwohl auch externe Kräfte eine Rolle bei der Schaffung oder Verschärfung von Konflikten und Instabilität gespielt haben, tragen regionale Regimes grosse Verantwortung für die düstere Wirtschaftliche Leistung des Mittleren Ostens. Als ein Resultat stehen Regierungen in der Region vor einer Herausforderung: Entweder die Anpassungen zu machen, die notwendig sind, um am Wettbewerb teilzunehmen, oder so weiterzumachen wie bisher und untergraben zu werden.


Welche Informationen kann man denn nun daraus ableiten?


1. Das Beispiel der Bertelsmann-Stiftung, in deren Vorstand sich hochkarätige Vertreter aus Politik und Wirtschaft befinden, zeigt ganz deutlich, dass Medien, Politik und Wirtschaft nicht nur eng miteinander verknüpft sind, sondern dass die Medien grossen Einfluss auf die Politik nehmen. Die Bertelsmann-Stiftung ist beratend für die Deutsche Bundesregierung tätig und wird u.a. dahingehend kritisiert, dass sie keine parteipolitische Neutralität besitze und vor allem Politiker und Beamte mit wirtschaftsliberalen Ansichten in ihre Projekte einbinde.


2. Das Diskussionspapier zu den "Kronberger Gesprächen" zeigt deutlich, inwiefern sich die Bertelsmann-Stiftung auch in Aussenpolitische Angelegenheiten einbringt und diese offensichtlich mitbeeinflusst. Sie schreibt eine Agenda für Europa, die neben der Förderung nachhaltiger politischer Stabilität, Verhinderung militärischer Bedrohung und allgemeiner humanitärer Interessen als ziemlich schwammige Ziele aber auch ganz konkret den Zugang zu Energieresourcen und Sicherheit von Handelswegen, sowie die Entwicklung des regionalen wirtschaftlichen Marktpotentiales und die Attraktivität fuer Europäische Investoren und Waren, verfolgt.


3. Es scheint sich im Falle des Mittleren Ostens also vordergründig um Europas wirtschaftliche Interessen zu drehen, Konflikte und Destabilisierung werden durch "externe Kräfte" hervorgerufen, und Regierungen müssen sich anpassen oder werden untergraben. Dies sind Kernaussagen des Discussion Papers der Bertelsmann-Stiftung, welche u.a. für die Deutsche Bundesregierung beratend tätig ist.  
Betrachtet man sich die Lage im Mittleren Osten zwischen 1999 und heute (2011), erkennt man folgendes:
  • Im Mittleren Osten gibt es Konflikte und Destabilisierung
  • Regierungen werden untergraben
  • Andere in dem Report genannte Faktoren (Humanitäre Interessen, wie z.B. die Wahrung der Menschenrechte, und die Verhinderung militärischer Bedrohung) werden in der öffentlichen Kommunikation sowie der Rechtfertigung für Angriffskriege verwendet.
Kaum ist ein Regime ausgewechselt, wie z.B. in Libyen, passiert folgendes (nachzulesen in der New York Times vom 28.10.2011):





Die Konflikte des Mittleren Ostens wurden als "Arabischer Frühling" bezeichnet, und der Spiegel, welcher über obskure Wege mit Bertelsmann verflochten ist, hilft stets bei der Berichterstattung - so auch im Falle Syriens (Aufstand in Syrien) oder dem Iran (Iranisches Atomprogramm).


Abschliessend sei die Bemerkung gestattet, dass sich die tatsächlichen Ereignisse im Mittleren Osten sehr stark an den 'Schritten zur ausgedehnten Stabilität' der Bertelsmann-Stiftung zu orientieren scheinen. Wäre der Report noch genauer darauf eingegangen, inwiefern die Regierungen der Region "untermauert" werden, wenn sie nicht den kapitalistischen Massgaben nachkommen, oder durch externen Einfluss destabilisiert werden, blieben noch nicht mal mehr zwei Punkte, die man einfach miteinander verknüpfen muss.http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-204566E1-1134EFD7/bst_engl/hs.xsl/6360_32309.htm

Warum Verschwörungstheorien ihre Berechtigung haben

"Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck" (Wikipedia)


Als Verschwörungstheoretiker werden heutzutage vor allem diejenigen bezeichnet, die die offiziellen Begründungen von Regierungen zu den Ereignissen unserer Zeit und des öffentlichen Interesses, verbreitet durch die Medien, im Kern anzweifeln, bzw. Rückfragen z.B. zu Details des Hergangs, den Beweisen oder den Ergebnissen stellen.
Das Wort an sich hat eine negative Konnotation, und für den "vernünftig und rational" denkenden Menschen, der Verschwörungstheorien für gewöhnlich belächelt, ist es die Antwort auf Fragen, auf die es keine Antwort gibt bzw. eine Antwort, die aber unstimmig ist oder weitere Fragen aufwirft.
Selbstverständlich kann es kein zielgerichtetes, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck oder sonstige geheimen Absprachen geben - die Vorstellung ist fuer den "vernünftig und rational" denkenden Menschen einfach zu absurd. Vor allem, wenn es dabei um Politik (Regierungen), Wirtschaft (Firmen) oder Glauben (Religion) geht. Wie sollte das denn auch funktionieren?
Das ist auf der anderen Seite aber auch ein wenig verwunderlich. Heimliche Absprachen kennen wir doch nur zu gut aus der Wirtschaft -  diese Preisabsprachen unter Firmen nennt man "Kartelle" - und es gibt extra Gesetze, die diese Absprachen verbieten. Das folgende Bild stammt von Spiegel Online:




Also gibt es tatsächlich geheime Absprachen. Die höchstwahrscheinlich nicht in einem okkulten Keller-Ritual getroffen werden, sondern der Einfachheit halber per Telefon- oder mittlerweile auch Videokonferenz.
Wenn es also heimliche Absprachen zwischen Konzernen gibt, die auch noch zum Nachteil der Kunden sind, warum sollte es denn nicht auch geheime Absprachen zwischen Regierungen (zum Nachteil der Bürger) oder Religionen (zum Nachteil der Gefolgschaft) geben? Natürlich immer mit dem "höheren Ziel" (oder persönlicher Bereicherung von Individuen oder Gruppen) im Hinterkopf?
Denkt sich der vernünftig und rational denkende Mensch etwa, alle politischen Beschlüsse, vor allem die brisanten, werden live in den Tagesthemen präsentiert und ausgiebig diskutiert, damit sich das breite Volk eine Meinung bilden und womöglich noch mitentscheiden kann? Eigentlich beschwert sich die breite Masse der Menschen ja eher darüber, dass die Regierung Entscheidungen entgegen dem Willen des Volkes trifft. Und ohne vorherige Information oder Mitentscheidung der Bürger. Wo und wie werden z.B. Finanzpolitische Entscheidungen getroffen? Entscheidungen, in welchen Ländern die Deutsche Bundeswehr mit in den Krieg zieht?
Weiterhin ist es allgemeines Wissen, dass es Geheimdienste gibt (z.B. BND, CIA, FBI, MI6 etc.), und dass diese Organisationen bzw. geheimen Dienste der Regierungen durchaus ausserhalb der Justiz und dem Auge der Öffentlichkeit arbeiten. Dass Absprachen getroffen werden (müssen), die nicht für die Ohren der Öffentlichkeit gedacht sind, liegt nicht nur auf der Hand, sondern gehört auch zum allgemeinen Wissen.
Aus diesen besagten Gründen scheint es, dass Verschwörungstheorien durchaus ihre Berechtigung haben, vor allem wenn man Verschwörungen als das sieht, was sie sind, nämlich zielgerichtetes, konspiratives Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck.

Die Notwendigkeit eines Kritischen Blickes

Der Begriff "Brot und Spiele" (Wikipedia; Lat.: panem et circenses), der der Satire X des römischen Satirikers und Poeten Juvenal (ca. 100 AD) entstammt, ist allgemein eine Metapher fuer oberflächliche Mittel zur Besänftigung. Dieser Begriff wird, was Politik betrifft (Besänftigungs-; Beschwichtigungspolitik), dazu verwendet, die Schaffung von öffentlicher Zustimmung zu beschreiben, und zwar nicht durch exemplarische oder aussergewöhnliche oeffentliche Leistungen oder Politische Führung, sondern durch Ablenkung, Distraktion und/oder die blosse Befriedigung der unmittelbaren, seichten Bedürfnisse der breiten Masse der Bevoelkerung. Der Begriff impliziert auch die Erosion oder Ignoranz der Bürgerpflicht unter den Sorgen und Bedenken des gemeinen Volkes (da das gemeine Volk ja durch panem et circenses abgelenkt ist).
Was also vor 2000 Jahren schon galt, gilt heute noch immer. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass das Brot von MacDonald's & Co. stammt, und man sich die Spiele bequemer- und vor dem Fernseher sitzenderweise direkt aus dem eigenen Wohnzimmer anschauen kann - man hat sich sogar die Mühe gespart, sich in die nächste Arena zu begeben, um sich Gladiatorenkämpfe anzusehen.
Warum das hier erwähnt wird ist, dass die Metapher "Brot und Spiele" scheinbar heute noch Gültigkeit besitzt, und zwar 2000 Jahre, nachdem sie geprägt wurde. Und das scheint von immenser Bedeutung für die Politiker und die politischen Aktivitäten von heute; man betrachte sich nur einmal die Geschehnisse der letzten paar Jahrzehnte, und was auf der Welt passiert ist. Allerdings scheint sich der Grossteil der Bevölkerung nicht dafür zu interessieren.
Dieser Blog wirft einen kritischen Blick auf vergangene und gegenwärtige Ereignisse; ein informierter Blick, soviel muss gesagt werden, und kein Blick, der auf Fehlinformationen durch mangelnde Quellen beruht. Informiert bedeutet auch "International", was essentiell ist, um Ablenkungsmechanismen öffentlicher Meinungsmache innerhalb eines Landes zu identifizieren. Nichtsdestotrotz entstammen die bereitgestellten Informationen privater Forschung, und es liegt voll und ganz bei den geschätzten Lesern, deren Bedeutung für sich selbst zu entscheiden.
Heutzutage ist es ungemein wichtig, dass wir, das Volk, eine kritischere Betrachtungsweise an den Tag legen - bezüglich Geschehnissen dieser Welt, wie diese passieren, und wie man uns sagt dass sie passieren. Was sind die Konsequenzen von Geschehnissen und Entscheidungen die getroffen werden, wer profitiert davon und warum? Unglücklicherweise ist es ein allzu leichtes, Andersdenkende, kritische Personen und Menschen, die Fragen stellen, als "Verschwörungstheoretiker" abzustempeln und zu ignorieren. Was auch verständlich ist, schliesslich lief die "Wahrheit" ja im Fernsehen.
Seltsamerweise scheint es in der Wirtschaft etwas anders zu sein. Firmen auf der ganzen Welt suchen die besten und talentiertesten Mitarbeiter, und besonders diejenigen, die die Fähigkeit "to think out of the box" besitzen. Wahrscheinlich haben besonders die Leute, die in einer grösseren Firma arbeiten, den Begriff irgendwann einmal schon gehoert. Der Begriff "to think out of the box" bedeutet soviel wie "ein Problem von verschiedenen Seiten betrachten" und auch mal andere Wege zu finden, es zu loesen. Das erfordert sowohl eine kritische Betrachtungsweise (für die Dinge, die falsch laufen oder die es zu verbessern gilt), als auch Kreativität (um Wege zu finden, diese zu verbessern).




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